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Projekt "Waldschule" - Klassenzimmer in der freien Natur

Die Waldschule ist ein Projekt der Grundschule Völs am Schlern, wo Schüler gemeinsam mit der Gemeinde Völs und dem Naturpark Schlern Rosengarten ein Klassenzimmer im Freien gebaut haben. Die Idee ist einen Platz im Freien zu gestalten, wo der Unterricht durchgeführt werden kann, der aber auch der Dorfgemeinschaft zur Verfügung gestellt wird. Die Schüler haben dabei motiviert geplant, organisiert und gebaut. Ich durfte als Projektleiter und Ideengeber das Projekt "Waldschule" gestalten, organisieren und begleiten. Wer ein solches oder ähnliches Projekt durchführen möchte, dem stehe ich gerne zur Verfügung - Einfach ein e.mail an mich schicken oder 339/6970382 anrufen.
Hier ein Einblick in die Arbeit, in die Energie und die Freude bei der Arbeit an der Waldschule.


Dankbarkeit - wo, wann und wie

Bruder David Steindl-Rast ist ein Benediktiner Mönch, Eremit und Lehrer und weltweit tätiger Vortragsreisender. Er befasst sich eingehend mit dem Thema Dankbarkeit. Bei Unzufriedenheit lohnt es sich einem seiner Vorträge zu lauschen. Dabei ist immer wieder die Dankbarkeit ein großes Thema. Wo, wann und wie finde ich die Dankbarkeit und wie kann ich sie leben.

Hier der Link zur Homepage von Bruder David Steindl-Rast.


Indigenialität - ein philosophischer Anschatz

Das Buch "Indigenialität" von Andreas Weber

"Wir sind alle Wilde", sagt Andreas Weber und verdeutlicht, dass unsere Zivilisation nicht nur die Indigenen kolonialisiert hat, sondern auch unser eigenes Denken. Wenn wir die Welt wieder zu einem lebensspendenden Ort machen wollen, sollten wir das Indigene in uns selbst entdecken.
"Indigenialität heißt, sich als aktiven Teil eines sinnvollen Ganzen zu verstehen und so zu handeln, dass die eigene Lebensqualität die des Ganzen steigert."
Nicolai-Verlag - ISBN 978-3-96476-010-4

Mein Fazit zum Buch: nicht immer leicht zum Lesen, aber die philosophischen Ansätze Webers regen zum Weiterdenken an, um das eigene Lebensmodell zu überdenken. Empfehlenswerte Lektüre!!!

Winterabenteuer mit Papa im Haus der Familie

Am 1. und 2. Februar fand in Lichtenstern am Ritten ein Winterabenteuer mit Väter und Kindern statt. Naja Winterabenteuer war es keines. Bei frühlingshaften Temperaturen waren die 6 Vater mit ihren Kindern trotzdem motiviert ein abenteuerliches Wochenende in der Natur rund um dem Haus der Familie zu erleben. Bei flotten Geländespielen wurden Tiere und Namen ausgeforscht und Buchstaben gesammelt, mit denen so viel wie möglich Wörter in einem Riesenscrubble gebildet wurden.
Für das Abendessen standen zwei Suppen, eine Gulasch- und eine Kürbissuppe, auf dem Menuplan. Um es ursprünglicher und abenteuerlicher zu gestalten, hat die Gruppe die Suppen im Teamwork auf dem offenen Feuer in der freien Natur gekocht. Was vor ungefähr 60 Jahren auf vielen Bauernhöfen noch Normalität bedeutete, ist heutzutage schon etwas abenteuerliches. Und so schmecken die Suppen „besonders gut“. Hunger ist der beste Koch.
Am Sonntag stand eine kleine Wanderung zum Kemater Kirchlein auf dem Programm. Unterwegs wurden Spiele zum Thema Winter und Natur und koopertative Abenteuerspiele ausprobiert. Dadurch dass im November durch die Schneelast so viele Bäume umgefallen sind, gab es manch einige Balanciermöglichkeiten und der Winterweg wurde so auch viel spannender.
Gemeinsam in der Natur unterwegs zu sein, tut der Vater-Kind-Bande sehr gut. Natur hat die Fähigkeit eine besondere Atmosphäre herzustellen, die ein familiäres Beisammensein angenehm, entspannt und fröhlich zu erleben.

Abenteuerliches Suppekochen

Beseelte Natur

Neulich habe ich auf dem Schweizer Fernsehen ein interessantes Gespräch mit dem Philosophen Andreas Weber verfolgt. Das moderne Weltbild wird dabei in Frage gestellt und der Natur wieder mehr Raum gegeben. Hier könnt ihr selbst diesen Ansatz verfolgen.


Tomorrow - die Welt ist voller Lösungen

Tomorrow - die Welt ist voller Lösungen, ist eine Dokumentation über Projekte und Lebensweisen, die zum Nachdenken anregen. Jedenfalls hat mich diese Doku sehr beeindruckt. In positiver Art und Weise werden Modelle vorgestellt, die einen Wandel in der Lebenseinstellung bewirken können.
Seht selbst.
Den Link zur Homepage von Tomorrow findet ihr hier!
Ich habe diesen Film in der Bibliothek Völs ausleihen können. Sicher haben auch andere Bibliotheken diese Doku in ihrer Mediathek.
Viel Spaß beim Staunen!

Urformen in der Natur

Urformen sind ursprüngliche Symbole, die in allen Kulturen vorhanden sind: In uralten Zeugnissen der Menschheit – auf Höhlen- und Felsmalereien – kommen sie vor, aber auch in einfachen Kinderzeichnungen lassen sie sich finden. Alle Kinder dieser Welt beginnen in dieser einen Formsprache zu malen und sich auszudrücken.
Die Urformen sind ein fester Bestandteil der Kulturgeschichte der Menschheit. Man spricht auch von „endogenen Formenkanon“ (endogen kommt aus dem Griechischen und bedeutet „von innen kommend“) oder von angeborenen „endogenen Bildmustern“ (Eichmeier/Höfer). Sie geben der Weiterentwicklung eine feste Ordnungsstruktur und folgen einer naturgegebenen Gesetzmäßigkeit.

Urform – Spirale

Eine Spirale zeigt immer eine Entfaltung nach außen und die gleichzeitige Konzentration nach innen. Sie ist eine Naturerscheinung, die eine große Kraft entwickeln kann. Wir sehen sie z.B. in Wolkenwirbeln, Wirbelstürmen und Wasserstrudeln. Die Spirale findet sich in der Natur und im Menschen. Wer seine Fingerkuppen betrachtet, sieht feine spiralige Zeichnungen. Ebenso ist es mit den Ohrmuscheln, deren spiralförmige Windungen sich nach innen fortsetzen. Der nicht sichtbare Teil des Innenohrs wird „Cholea“ oder „Schnecke“ genannt. Auch Haare bestehen aus spiralförmig gedrehten Fasern. Die Grundstruktur der menschlichen Erbsubstanz ist ein gewundene Doppelhelix und auch die Nabelschnur des Babys im Mutterleib ist so geformt.

Beim Schulprojekt mit der Grundschule Aicha wollten auch wir auf unseren Wurzeln des Menschseins wandeln und haben mit Naturmaterialien eine Spirale geformt. Thema dieser Spirale war der Frieden. Auf einer alten Flagstellung aus dem 2. Weltkrieg wollten wir ein Zeichen setzen und einen positiven Gedanken in unserem Innersten erblühen lassen und in die Weite Welt senden. Einen Freidens-Gedanken, den die Welt heute mehr denn je braucht, sieht man sich das aktuelle Zeitgeschehen an.
Die Kinder der Grundschule Aicha haben diese Form der Gedankenarbeit mit intuitiver Gelassenheit angenommen und kindlicher Frische ausgeführt. 
Schön zu beobachten, dass sich Grundschulkinder nach ihren Möglichkeiten auf eine solche Art der Naturarbeit einlassen können.

Spirale aus Naturmaterialien zum Thema "Frieden"

Das Herz als Zentrum der Spirale und des Gedankens

Die Kinder füllen die Spirale mit Leben.
Wegen Privacy Gesichter unkenntlich gemacht!

Essen & Natur - neues pädagogisches Angebot

Gemeinsam mit Heiner Kaibitsch, Inhaber des Stanglerhofes, habe ich an einem neuen Programmkonzept gefeilt. Essen & Natur ist dabei herausgekommen. Seht selbst  was alles möglich ist. In der Broschüre haben wir die verschiedenen Programmbausteine beschrieben.
Wir freuen uns auf euer Interesse!


Herz-Jesu-Feuer 2016

Feuer ist eines der vier Elemente: Feuer, Wasser, Luft und Erde. Das Licht des Feuers steht für Umwandlung, Reinigung, Macht, Erkennen oder für die leben spendende Kraft der Sonne. Die Hitze der Feuerflammen symbolisiert aber auch Zerstörung und Leidenschaft und als positives Sinnzeichen das Opfer, bzw. das sich aufopfernde und liebende (brennende) Herz.

Feuerflammen sind Zeichen der Gegenwart Gottes. So offenbarte sich die Gottheit gegenüber Moses im brennenden Dornbusch. Das Zeichen der 'Anwesenheit Gottes' ist in der Kunst – in der Malerei – sehr häufig verwendet worden.

In einem gewissen Sinn ist das Feuer auch ein Zeitsymbol. Es versinnbildlicht nicht die Vergangenheit oder die Zukunft, sondern die Gegenwart und den Augenblick - die Konzentration auf den Moment.

Erlebnis Wald - Erfahrungsraum für den Mensch

Wir leben in einer fantastischen Natur- und Berglandschaft. Immer wieder auf's Neue stelle ich fest mit welcher Vielfalt wir gesegnet sind. Dabei ist nicht immer das atemberaubend Panorama das faszinierenste. Gerade im kleinsten Detail liegen oft die Wunder.
Mit dem Programmangebot Erlebnis Wald möchte ich den Teilnehmern eben diese Vielfalt nahe bringen und sie auf eine "spektakuläre Reise" schicken.

Die Natur ist auch ein idealer Ort um Persönlichkeitsbildung stattfinden zu lassen. Wir Menschen funktionieren in der freien Natur ganz anders. Haben wir unseren Alltag hinter uns gelassen, sind wir offen für Neues und neue Begegnungen, aber auch altbewährte Seilschaften zu stärken. 

Die Programme kann ich je nach Bedarf gestalten. Ob Schule, Verein oder Firma, gemeinsam finden wir das richtige Rezept für euren Bedarf.



Das Wunschschiff auf der Reise

Eine naturpädagogische Übung

Beim Wunschschiff wird kreatives Gestalten mit Naturmaterialien mit der positiven Gedankenarbeit verbunden.
Die Teilnehmer werden aufgefordert sich zu überlegen, welchen positiven Gedanken oder Wunsch sie in die Welt hinaus schicken möchten.
Anschließen bauen die Teilnehmer aus Naturmaterialien ein stabiles Boot, das ihren positiven Gedanken verkörpert. Natürlich soll es auch schwimmen können.
Ist das Schiff gebaut, wird es mit einem kleinen Ritual losgeschickt.
Der Bach sollte groß genug sein, dass er ein Wegschwimmen des Schiffes gewährleistet.

Ich habe diese Übung bei der Fortbildung "Natur als Lebens- und Lernwelt" des Südtiroler Katholischen Lehrerbundes in St. Felix am Nonsberg eingesetzt.



Abenteuerzeit für Familien

Eine Woche mit Familien im Haus der Familie/Ritten

Mit Familien unterwegs zu sein, ist meine liebste Tätigkeit als Erlebnispädagoge. Die Atmosphäre, die sich während einer Woche entwickelt, kann man kurz und bündig als chillig bezeichnen. Bei keiner anderen Gruppe mache ich diese Erfahrung.
Von Kleinkindern bis zur Oma alles ist vertreten. Genau diese Mischung macht den Unterschied. Eine Mischung, die als Nährboden für Verständnis, Verständigung, Begegnung, Lockerheit, Offenheit, Spiel und Spass dient.
Bin ich dann auch noch mit dieser Gruppe in der freien Natur unterwegs, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Der Ritten bietet viele Möglichkeiten an kleinen und großen Wanderungen bzw. Spaziergänge zu wunderbaren Plätzen. Der Mensch tickt in der freien Natur anders, als in einem geschlossenen Raum. Hat der Mensch genügend Zeit in der freien Natur, werden die "Rechner" heruntergefahren, es entsteht eine innere Freiheit, losgelöst von den eigenen oder fremdbestimmten  Leistungs- und Zeiterwartungen. Ruhe und Gelassenheit können sich einstellen, Erholung für die strapazierten Psyche.
Im Laufe der Woche stellt sich Offenheit ein. Offenheit kleinere und größere Grenzen zu überschreiten und beim gemeinsamen Spiel auch einmal nicht alles perfekt machen zu müssen.
Schön ist es Menschen zu beobachten, die sich vom Alltag lösen können und Augenblicke der Zufriedenheit und Dankbarkeit genießen können.

In einer Woche kann vieles bewegt werden, von Menschen die Lust dazu haben. In dieser Woche waren viele davon dabei.




Der Familienstein

Bei der Abenteuerwoche für Familien im Haus der Familie Ende Juni habe ich eine neue Methode ausprobiert - den Familienstein.
Die Familien haben die Aufgabenstellung bekommen, sich anhand von Steinen, Farben und Naturmaterialien als Familie der Gruppe vorzustellen. Besonderen Wert sollten sie dabei auf den Familienstein legen.
Der Familienstein sollte die Themen beinhalten, die für die eigene Familie in diesem Moment wichtig sind: was sie gerade beschäftigt, was sie sich als Familie wünschen, auf was sie besonders Wert legen. Mit Acrylfarben konnten sie den Stein nach ihren Vorstellungen gestalten.
Einfach toll, wie offen die Familien mit dieser Übung umgegangen sind und welche "Familiengeheimnisse" sie dabei Preis gegeben haben. Ich staune immer wieder mit welchem Wohlwollen Menschen aufeinander zugehen und wie tiefsinnige Gedankengänge in kürzester Zeit entstehen können.
Hier zwei Bilder zu dieser Methode.


Walderlebnis mit der Grundschule St. Martin in Passeier

Vom 26. bis 29. Mai habe ich mit der Grundschule St. Martin das Projekt "Walderlebnis" durchgeführt. Es haben etwa 60 Schüler und 8 LehrerInnen der Ausrichtung Montessori teilgenommen.

Ziel des Projekts:
Der Mensch ist nicht nur ein denkendes Wesen, sondern er zeichnet sich durch seine vielfältigen Wahrnehmungsmöglichkeiten aus. So können wir riechen, schmecken, hören, fühlen, sehen und empfinden. Unsere Umwelt bietet für all diese Sinnestätigkeiten unendlich viel – sie wartet nur darauf, entdeckt zu werden.


Die Nutzung all unserer Sinne ermöglicht uns ein qualitativ höheres Erleben. Dazu muss man aber zuerst die Sinne, die in uns schlummern, wecken. Wir sind gewohnt, unsere Umwelt vor allem sehend und hörend zu erforschen. Wie sich ein Baum anfühlt, wie die Rinde riecht, wie das Rauschen der Blätter empfunden wird, beruhigend oder beängstigend, diese Möglichkeiten des Erlebens haben wir nie richtig gelernt.

Abenteuer-Wochenende mit Papi

Am Wochenende vom 24. und 25. Mai sind 7 Papis mit ihren Kindern auf das Vigiljoch gekommen, um ein gemeinsames Abenteuer-Wochenende zu erleben. Ich durfte dabei die Gruppe begleiten und das Programm gestalten. Organisiert wurde das Wochenende vom Katholischen Familienverband.

Am Samstag waren Geländespiele angesagt. Beim Bau der Kugelbahn haben die Papis voll ihr planierisches und gestalterisches Können unter Beweis gestellt. Die Kinder durften dabei nur als "Hilfkräfte" mitwirken. :-) Der Waldboden wurde umgewühlt, Material für die Banden angeschafft und los gings. Die Mannschaften hatten 3 Versuche, um die Kugel ins Ziel zu schaffen. 


Farbenportrait

Der Herbst mit seinen Farbnuancen und Farbschattierungen ist die beste Gelegenheit, um sich künstlerisch auszutoben und seinen eigenen Fähigkeiten eine Chance zu geben.
In den letzten zwei Wochen durfte ich bei zwei meiner Aktionen erleben, was Menschen alles zustande bringen, wenn sie nur wollen und sich auf die Natur einlassen. Kinder wie Erwachsenen haben sich selbst und mich zum Staunen gebracht. Vieles ist möglich. Mit einer Portion Mut und guten Willen bringt man viel Freude und "Farbe" in eine Gruppe.
Das Farbenportrait ist eine Methode aus der Natur- bzw. Farbpädagogik, bei der es darum geht, anhand von Farben sich selbst bzw. jemanden anderen darzustellen. Jede Farbe hat ihre Eigenschaften und Bedeutung. Mit dieser Methode bringt man manchen Kopf zum Rauchen. Ist die erste Scheu überwunden, sich den Fakten des Lebens zu stellen, staunt man selbst, was alles in einem steck.
Im Anhang einige Bildbeispiele:

Liebe in Farbe ausgedrückt - beim Paarwochenende "Love is in the air"
Farbenportraits von Schülern der 3. Klasse MS Kastelruth beim Aktionstag "Gesundheitserziehung"
Buchtipp: Sinneswerkstatt Farben der Natur - von Bestle-Körfer und Stollenwerk - Ökotopia-Verlag

Abenteuer Wildnis - ein Ort fern des Alltags

Für den Begriff Wildnis gibt es mehrere Definitionen die kulturell und ethnologisch bedingt unterschiedlich ausfallen. Eine mögliche Erklärung bietet uns Wikipedia an: „Als Wildnis wird ein vom Menschen weitgehend unbeeinflusstes Gebiet verstanden, das sich durch naturwissenschaftliche Parameter beschreiben und von Kulturlandschaften, Städten, Landwirtschaftsflächen, Forsten usw. abgrenzen lässt. In diesem Sinne kann man noch rund ein Viertel bis ein Drittel der Landoberfläche weltweit als Wildnis nennen.“ Nach dieser sprachlichen Abgrenzung gibt es in Südtirol nur mehr sehr wenige Landschaftsbereiche, die wir als Wildnis bezeichnen können: z.B. ungangbare Schluchten, hochalpine Gegenden, und ungangbare Berghänge. Der Rest Südtirols ist vom Menschen gemacht oder beeinflusst. Die Forstwirtschaft pflegt unsere Wälder, die Bauern die Kulturgründe und die Almen. Auch das Straßen- und Wegenetz verbindet fast jeden Winkel unserer einmaligen Berglandschaft. Dadurch können wir nach dem oben definierten Begriff Südtirol als Wildnisgebiet fast gänzlich ausschließen.


Abenteuerzeit für Familien

Motivation, Begeisterung und Lust auf Gemeinschaft sind eine gewaltige Triebfeder um aktive, schöne und entspannte Tage zu verleben. Das ist letzte Woche im Haus der Familie geschehen. Zehn begeisterte Familien haben am Programm dieser Familienwoche teilgenommen, dass ich mit meinem Team (Matteo, Franziska und Tanja) organisiert habe.

Die Natur rund um Lichtenstern bietet die idealen Voraussetzungen um mit Familiengruppen unterwegs zu sein. Viele kurze und längere Wandermöglichkeiten, den Wolfsgrubner See, schöne Waldplätze für Spielaktionen und ein einmaliges Panorama auf die Dolomiten. Was will man mehr, abwechlungsreicher könnte das Gelände um ein Bildungshaus nicht sein. Man kann mit wenigen Ausnahmen ganz auf das Auto verzichten und vieles vom Haus aus unternehmen.
Aber die landschaftlichen Voraussetzungen machen das Erlebnis nicht komplett. Dieses Jahr hatten wir eine super Gruppe. Alle Familien waren leicht zu begeistern und sie waren für jede Aktion, sei es Spiel oder Wanderung, zu begeistern. Jedes noch so perfekte Programm ist nicht's wert, wenn nicht die Teilnehmer die Begeisterung und den Willen zum Mitmachen mitbringen. Die Gruppe hat schnell zu sich gefunden und somit das angenehme offene Klima gebildet, dass sich eigentlich jeder Wohl fühlen konnte. Auch wir vom Team wurden von diesem Klima angesteckt.

Was wir immer wieder beobachten können, haben die Familien den Alltagsstress hinter sich gelassen, so etwa nach zwei Tagen, kehrt ein Flow, ein angenehmes Fliesen ein. Die Teilnehmer entspannen sich und eine angenehme Balance aus Aktivität und Ruhefasen tritt ein, egal ob bei den Erwachsenen oder Kindern.

Highlight der Woche waren für mich die Wanderung auf das Rittner Horn, die Wasserrutsche, das Buffet im Wald und die Lichterwanderung mit der anschließenden Gute-Nacht-Geschichte von den "Waldfeen".

Ein Dank an alle teilnehmenden Familien und vor allem an Franziska, Tanja und Matteo für deren Unterstützung bei der Umsetzung des Programms und der Betreuung der Familien.



Naturerfahrung und Kooperation

Am 1. Juni gestaltete ich für eine Gruppe Studenten der Uni Brixen einen Nachmittag zum Thema "Naturerfahrung und kooperative Abenteuerspiele". Die Natur hat gezeigt, wie sie das Wohlbefinden einer Gruppe positiv beeinflussen kann. Natürlich hatten die Spiele und Übungen auch einen gehörigen Anteil an diesem Wohlbefinden.


Dass die Natur ein starker Partner für die Arbeit mit Menschen ist, sollte bei diesem Workshop am eigenen Leib erfahren werden. Speziell im gruppendynamischen Bereich gibt es keinen besseren Arbeitsraum als den Wald. Der Mensch funktioniert in freier Natur anderes. Wir sind in der Natur gelassener, entspannter und offener für Neues. Und zudem finden Begegnungen mit unseren Mitmenschen leichter statt. Natur bedeutet meistens Ausstieg vom Alltag.

Nach dem erlebnispädagogischen Prinzip "Lernen durch Erleben" konnten die Studenten mehrere Übungen aus der Naturerfahrung und kooperative Abenteuerspiele ausprobieren und erfahren. Nur durch das eigene Erleben wird das Potenzial dieser Spiele sichtbar.

Hier ein Beispiel:
Die große Schatzsuche
Jeder Spieler erhält einen Gegenstand, den sie an einen beliebigen Ort in der Spielfläche legen. Jedes Teil liegt dabei mindestens 1,5 m von der Spielfeldgrenze entfernt und die Gegenstände sind gleichmäßig auf der Spielfläche verteilt. Sind alle Gegenstände abgelegt, so wird die Gruppe zusammengerufen und erst dann die eigentliche Aufgabe erklärt.
Die Gruppe hat die Aufgabe, alle Gegenstände wieder einzusammeln und in die Mitte der Spielfläche abzulegen. Da dies ja eigenltich nicht sehr schwierig ist, werden allen Spielern die Augen verbunden und die Aufgabe muß blind gelöst werden. Zudem dürfen die Spieler nur eine erfundene Lautsprache benutzen.
Bevor die Augen verbunden werden, erhält die Gruppe jedoch einige Minuten Zeit sich zu beraten und eine Strategie festzulegen. Die Spieler dürfen das Spielfeld dabei betreten, jedoch keine Veränderungen oder Markierungen vornehmen.
Die Teilnehmer werden dann mit verbundenen Augen an eine beliebige Stelle am Rand des Spielfeldes geführt. Das Spiel ist beendet, wenn der erste Spieler die Augenbinde abnimmt, die Gruppe das Problem für gelöst hält oder aufgibt.


Ich möche mich noch bei den Studenten recht herzlich für die motivierte und begeisterte Mitarbeit bedanken.

Wir füllen die Waldschule mit Leben!

Unter diesem Motto stand die diesjährige Aktion der Grundschule Völs am Peterbühl. Ich durfte das Programm, das an vier Vormittagen stattgefunden hat, gestalten.

Im letzten Schuljahr wurde mit den 4. und 5. Klassen die Waldschule am Peterfühl erbaut. Siehe eigener Bericht und Trailer. Heuer wollen wir der Waldschule Leben einhauchen. Mehrere Aktionen sind geplant und werden noch in diesem Schuljahr durchgeführt.
Unter anderm habe ich vier Vormittage für die 3A und 3B gestaltet. Wir haben den Peterbühl erforscht und alles entdeckt was da so rumkrabbelt. Die Schüler staunten nicht schlecht, was sie alles finden konnten, wenn man nur ein paar Steine umdreht und vor allem die Augen weit öffnet: Steinkriecher, Ameisen, Kugelasseln u.v.m. ist auch bei Regenwetter zu finden.
Ganz kreativ und begeistert zeigten sich die Schüler beim Gestalten der Baumgesichter und des "Mitschülers" aus Naturmaterialien.
Bei diesem Projekt zeigte sich, was man alles mit wenig Material und Kosten erreichen und umsetzen kann. Die Lust am Arbeiten und die Motivation, die die Natur in den Kindern weckt, ist beachtenswert.

Wir haben einige ästhetische Akzente gesetzt. Wenn ihr die Waldschule schon bald besucht, könnt ihr unsere Kunstwerke betrachten. Auch sonst freuen wir uns auf einen Besuch. Die Waldschule ist ein einmaliger Naturplatz in der Nähe des Dorfzentrums von Völs.

Wer ein Projekt dieser Art machen möchte, einfach e.mail schicken, den berate ich gerne.